Unser Engagement

Initiativen, Projekte & Best-Practice-Beispiele

Auf dem Weg hin zu einer erfolgreichen Kreislaufwirtschaft gilt es noch einige Hürden zu überwinden. Das wissen wir. Wir scheuen aber keine Mühen und setzen viele Schritte, um unser Wirtschafts-System nachhaltiger zu gestalten.

Erfahren Sie im Folgenden mehr zu unseren Initiativen, Projekten und Partnerschaften.

Plastics for Life Plastics for Life heißt die übergreifende Nachhaltigkeits-Strategie der Greiner AG. Sie fokussiert auf fünf Bereiche: Produkte, Lieferkette, Umwelt & Ressourcen, Mitarbeiter, Kommunikation & gesellschaftliches Engagement. Greiner Packaging bringt sich in allen Bereichen ein. Besonderen Fokus legen wir auf „Umwelt & Ressourcen“. 2019 veröffentlichte die Greiner AG ihren ersten Nachhaltigkeits-Bericht. Weitere Informationen über die Nachhaltigkeits-Themen und -Ziele des Konzerns finden Sie  auf sustainability.greiner.com.

Plastic bankDie Ziele der Plastik Bank sind einfach erklärt: Plastik-Müll im Meer stoppen und gleichzeitig Armut bekämpfen. Das kanadische Sozial-Unternehmen betreibt Sammel-Stationen für Plastik-Müll in Küsten-Regionen. Die lokalen Sammler klauben den Plastik-Müll von Stränden und Straßen auf. Dann bringen sie ihn zu den Sammel-Zentren. Dort wird er gewogen und – je nach Gewicht – erhalten die Sammler eine Vergütung. Von den Sammel-Stationen wird der Müll zu Recyclern transportiert. Dort wird er sortiert und wiederaufbereitet. Dann wird das Material weiterverkauft. Das so entstandene Social Plastic® kann als Recycling-Material für neue Produkte eingesetzt werden – ganz im Sinn einer Kreislaufwirtschaft. Als erstes Verpackungs-Unternehmen weltweit sind wir Partner der Plastic Bank: mit eigenen Sammel-Stationen in Manila auf den Philippinen.

Plastik-Müll verschmutzt zunehmend unsere Ozeane. Vor allem in Ländern Asiens ist das ein Problem. Denn hier gibt es kaum Möglichkeiten seinen Müll adäquat zu entsorgen. China und Indonesien sind die größten Produzenten von Plastik-Müll. Danach kommen die Philippinen. Geschätzte 2.000.000 Tonnen Plastik landen hier jedes Jahr im Meer. Experten nehmen an, dass jährlich etwa 63.700 Tonnen Plastik allein durch den philippinischen Fluss Pasig ins Meer gelangen.

Grund genug für uns, uns zu engagieren. An der Plastic Bank begeistert uns vor allem der ganzheitliche Ansatz: Die Umwelt wird gesäubert und gleichzeitig Armut bekämpft. Menschen werden dafür bezahl, Plastik-Müll zu sammeln und zu sortieren. Dadurch ändert sich ihre Einstellung gegenüber dem Material Kunststoff. Es wird nicht länger als Abfall gesehen, sondern als wertvolle Ressource.

Sie wollen mehr über die Kooperation zwischen Greiner Packaging und der Plastic Bank erfahren? Unser Video zur Eröffnung der ersten gemeinsamen Sammel-Station in Manila finden Sie hier.
 
Seit 2016 ist Greiner Packaging Mitglied der Ellen MacArthur Foundation. In verschiedenen Projekten unterstützen wir den Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Eines dieser Projekte (CPO), möchte Technologien entwickeln um aus Polyolefin-Abfällen rezyklierte Materialien zu gewinnen. Denn rund 50 Prozent aller Kunststoff-Verpackungen im Hausmüll bestehen aus Polyolefinen (PO). Die Rezyklate sollen so beschaffen sein, dass daraus Non-food-Verpackungen hergestellt werden können.
 
2018 hat Greiner Packaging das New Plastics Economy Global Commitment der Ellen MacArthur Foundation unterzeichnet. Dieses vereint Akteure der gesamten Wertschöpfungskette. Sie haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Das Commitment sieht Minimal-Verpflichtungen vor, denen sich alle Unterzeichner verschreiben müssen. Sie werden alle 18 bis 24 Monate überprüft und – wo nötig – angehoben.

Über die Minimal-Ziele hinaus, hat sich Greiner Packaging bis 2025 folgende Ziele gesetzt:
  • Wir ergreifen Maßnahmen, um problematische oder unnötige Kunststoffverpackungen zu eliminieren.
  • Alle unserer Kunststoffverpackungen sollen zu 100 % wiederverwendbar, rezyklierbar oder kompostierbar sein.
  • Ein erheblicher Teil unseres Material-Einsatzes soll durch Recycling-Material abgedeckt werden.
Unser Standort in Dungannon, UK, ist Gründungs-Mitglied des UK Plastics Pact. Dieser ist eine Initiative der Ellen MacArthur Foundation. Ziel des Pakts ist es, Kunststoff aus der Natur fernzuhalten und das gesamte Verpackungs-System auf neue Füße zu stellen.



Bis 2025 verpflichten sich die 42 Unterzeichner des Pakts zu folgenden Zielen:
  • Beseitigung von Single-Use-Plastics durch Redesign, Innovation oder alternative (Wiederverwendungs-) Liefermodelle.
  • 100 % der Kunststoff-Verpackungen sollen recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar sein.
  • 70 % der Kunststoff-Verpackungen sollen effektiv recycelt oder kompostiert werden.
  • Der durchschnittliche Anteil an Recycling-Material soll bei allen Kunststoff-Verpackungen 30 % betragen.
Seit 2013 ist Greiner Packaging Austria offizieller Partner des österreichischen klimaaktiv pakt 2020. Dabei handelt es sich um die Klimaschutz-Initiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT). Mit unserem Pakt-Beitritt haben wir uns – gemeinsam mit den elf weiteren Paktpartnern – ehrgeizigen Klimazielen verschrieben:
 
  • Bis 2020 wollen wir Treibhausgase um mehr als 16 % reduzieren.
  • Wir wollen die Energieeffizienz um mindestens 20 % steigern.
  • Wir wollen mindestens 34 % erneuerbare Energieträger einsetzen (10 % im Transport- und Mobilitätsbereich)

Ein Jahr vor der offiziellen Frist konnten die Unternehmen bereits 2019 alle gesetzten Ziele erreichen. An weiteren Klimazielen wird bereits gearbeitet.
 
Das LIT (Linz Institute of Technology) der Johannes Kepler Universität und mehrere Industriepartner forschen gemeinsam in der LIT Factory (z.B. im Rahmen des Kompetenzzentrums CHASE): Sie befassen sich mit Verfahrens- und Prozesstechnik und neuen Möglichkeiten für Recycling und den Einsatz von Rezyklaten.
 
Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) machen rund die Hälfte aller Kunststoff-Abfälle im Haushalts-Müll aus.
Durch ihre chemischen Eigenschaften sind diese Materialien schwieriger zu recyceln. Und es gibt noch keine gesicherten ausreichend reinen Quellen für Rezyklate aus dem Lebensmittel-Bereich. In zwei Projekten beschäftigen wir uns mit einem Kreislauf für PP und PE:
  • Rec2Pack: Es wird der Rezyklat-Einsatz für Non-food- und für Food-Produkte getestet.
  • CIRCUMAT: Es wird das Recycling von Abfällen im Nicht-Lebensmittel-Bereich erforscht.
Für PET-Flaschen gibt es bereits einen etablierten Kreislauf. Für andere Produkte aus PET (z.B. Becher) ist das weitgehend nicht der Fall. Im Rahmen des Projekts rePETitio werden PET-Haushalts-Abfälle (z.B. Blister, Schalen und Folien) gesammelt. Diese werden sortiert und gereinigt. Danach werden sie zu Flakes verarbeitet. Aus diesen werden r-PET-Produkte hergestellt, die im Anschluss mit Produkten aus PET-Neuware verglichen werden. Auch das Projekt Pet2Pack möchte den Kreislauf für PET-Produkte schließen. Entstehende Rezyklate sollen auch für den Food-Einsatz erforscht werden.
 
Polystyrol (PS) ist ein weit verbreiteter Kunststoff. Auch Verpackungen setzen oft auf PS. Als Mitglied von Styrenics Circular Solutions (SCS) unterstützt Greiner Packaging das Erschließen eines Kreislaufs für PS. Eine große Chance sehen wir etwa in chemischem Recycling von PS. Dieses treiben wir in einer Kooperation mit dem Chemiekonzern Trinseo voran.
 

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