PPWR, Recycling, Design for Recycling, Produkt Innovation

Innovative Produktlösungen für hohe Recyclingfähigkeit

26.05.2026 | 3 Minuten Lesezeit

Die Anforderungen an nachhaltige Verpackungslösungen steigen deutlich: Mit der neuen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) setzt die EU klare Maßstäbe für Recyclingfähigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig schaffen die kürzlich veröffentlichten CEN-Guidelines mehr Transparenz und Orientierung bei der Bewertung recyclinggerechter Verpackungen. Vor diesem Hintergrund gewinnen innovative Produktlösungen und recyclingorientiertes Verpackungsdesign zunehmend an Bedeutung, um Unternehmen bei der Weiterentwicklung nachhaltiger Verpackungskonzepte zu unterstützen. 

K3® r100: die selbsttrennende Karton‑Kunststoff‑Kombination 

Ein Beispiel für diese Herangehensweise ist der K3® r100 Becher, ein mit einem Kartonwickel ummantelter Kunststoffbecher.  Während des Abfall-Entsorgungsprozesses trennen sich beide Komponenten automatisch voneinander, bevor sie die Sortieranlage erreichen. Die selbstständige Trennung sorgt dafür, dass beide Komponenten in der Recyclingfähigkeitsbewertung getrennt betrachtet werden und außerdem in die richtigen Materialströme gelangen. 

Diese Produktentwicklung zeigt, wie Designoptimierungen direkt mit den PPWR‑Zielen der Recyclingfähigkeit und separierbaren Materialströme verbunden werden können. 

Becher mit PO‑Sleeve: Gezieltes Sortieren 

Mit den richtigen Maßnahmen sind Sleeve-Verpackungen optimal recyclingfähig. Erfolgreiches Detektieren und Sortieren hängen wesentlich von der Beschaffenheit des Sleeves sowie von der Materialkombination von Kunststoffbecher und Sleeve ab. Die Kombination aus PP-Becher und einem Sleeve aus PO sorgt dafür, dass der Becher in den PP-Strom sortiert werden kann. Indem der Kunststoffbecher unter dem Sleeve weiß oder transparent ist, ist dieser hervorragend recyclingfähig und kann hochqualitatives Recyclingmaterial ergeben.  Gleichzeitig bietet das Design viele Optionen für Oberflächenfinish und Markenkommunikation ohne Recyclingeinschränkungen. 

Siegeldeckel: Konzept ohne materialfremde Bestandteile 

Ein weiterer Baustein sind die Siegeldeckel, die zusammen mit einem Becher, Eimer oder einer Wanne eine ideale Kombination bilden.  

Im Vergleich zu herkömmlichen Verpackungen, die häufig aus einem Schnappdeckel in Kombination mit einer Aluminiumfolie bestehen, machen die Siegeldeckel die Aluminiumkomponente überflüssig. Übrig bleiben nur der Behälter und der Siegeldeckel, beide aus demselben Material. 

Durch diese konsequente Materialvereinheitlichung können alle Komponenten eindeutig den korrekten Materialströmen zugeordnet werden, was die Effizienz im Sortier- und Recyclingprozess deutlich erhöht. Dadurch wird die Recyclingfähigkeit der Verpackungseinheit signifikant gesteigert, da keine Mischmaterialien mehr die Wiederverwertung behindern. 

Trennbare In-mold-Labels für reines Rezyklat 

Eine Innovation im In-mold-Label-Bereich kombiniert die Vorteile der In‑Mold‑Labeling‑Technologie mit einer verbesserten Recyclingfähigkeit. Das Label ist so ausgelegt, dass es sich im Recyclingprozess gezielt vom Becherkörper löst, beispielsweise während der Zerkleinerung oder im Waschprozess. Dadurch können Becher und Dekoration materialrein separiert und den jeweiligen Recyclingströmen zugeführt werden. Trennbare IML‑Lösungen unterstützen somit sortenreines Recycling und tragen zur höheren Qualität der Rezyklate bei. Greiner Packaging bietet IML-Lösungen mit diesen - von RecyClass zertifizierten -Labels an. 

Ähnliche Artikel