Material, Kreislaufwirtschaft

30% PCR, 70% erneuerbar*: Henkels Körbchen für WC-Steine hergestellt von Greiner Packaging jetzt noch nachhaltiger

15.10.2025 | 3 Minuten Lesezeit
Frederik Eggharter

Greiner Packaging und Henkel gehen einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Verpackung. Die bekannten festen WC-Steine von Henkel sind nun europaweit in einer noch nachhaltigeren Verpackung erhältlich. Ursprünglich mit 10% Post-Consumer-Rezyklat (PCR) hergestellt, bestehen die transparenten Kunststoffkörbchen jetzt aus 30% PCR-Material. Die verbleibenden 70% sind gemäß ISCC PLUS Massenbilanzverfahren zertifiziert, was bedeutet, dass die entsprechende Menge fossiler Rohstoffe in der vorgelagerten biochemischen Lieferkette durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt wurde. Das Ergebnis: Eine Verpackung, die aus recycelten und erneuerbare Materialien gemäß dem Massenbilanzverfahren besteht – ein Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft und ein starkes Signal für nachhaltige Verpackungslösungen.

Der Weg zur nachhaltigen Verpackung

Bereits seit 2021 setzt Greiner Packaging für die transparenten Körbchen der festen WC-Steine von Henkel auf Post-Consumer-Rezyklat (PCR) aus Polypropylen – also recycelten Kunststoff, der nach der Nutzung durch Verbraucher gesammelt und wiederaufbereitet wird. Der Recyclinganteil betrug zu Beginn 10 % und konnte im vergangenen Jahr bereits auf 30 % gesteigert werden. Doch damit war das vorhandene Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft.

Gemeinsam mit Henkel und weiteren Partnern gelang es Greiner Packaging, die verbleibenden 70 % des Kunststoffanteils über das ISCC PLUS Massenbilanzverfahren PP aus erneuerbaren Quellen zuzuweisen. Dadurch können fossile Rohstoffe durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden – ohne Änderungen an der bestehenden industriellen Infrastruktur. Das ist ein entscheidender Vorteil in Bezug auf Effizienz und Skalierbarkeit. Die ISCC PLUS-Zertifizierung gewährleistet eine transparente Rückverfolgbarkeit und garantiert, dass ein definierter Anteil des Materials aus erneuerbaren Quellen stammt. Und das Beste: Da das Körbchen für die WC-Steine aus PP besteht, handelt es sich um eine Monomaterial-Verpackungslösung, die die Recyclingfähigkeit fördert.

"Mit dem Umstieg auf diese nachhaltigere Verpackung für Henkel‘s Marken Blue Star. Bref und WC Frisch, unterstreicht Greiner Packaging sein Engagement für Innovation und dafür, die Kreislaufwirtschaft Realität werden zu lassen."

Frederik Eggharter, Global Key Account Manager bei Greiner Packaging

Gelebte Kreislaufwirtschaft

“Der Einsatz von erneuerbaren Rohstoffen bei der Herstellung von Kunststoff gemäß dem Massenbilanzverfahren ist ein wichtiger Schritt, um den CO2-Fußabdruck unserer Produkte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Daher ist es auch ein zentraler Hebel für unser Ziel, bis 2045 Net-Zero zu erreichen“, sagt Marjon Stamsnijder, Corporate Vice President Sustainability Henkel Consumer Brands.

Langjährige Partnerschaft zwischen Henkel und Greiner Packaging

Henkel ist  ein führender Anbieter auf dem globalen Markt für Haushaltsreiniger, Waschmittel sowie Haar- und Körperpflegeprodukte. Mit starken Marken und einem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit verfolgt das Unternehmen ehrgeizige Umwelt- und Ressourceneffizienzziele. Verpackung spielt dabei eine Schlüsselrolle – und hier kommt Greiner Packaging ins Spiel. Als langjähriger Partner unterstützt Greiner Henkel bei der Entwicklung und Produktion zunehmend nachhaltigerer Verpackungslösungen. Neben den transparenten Körbchen für feste WC-Steine ist ein weiteres erfolgreiches Beispiel dieser Zusammenarbeit die Karton-Kunststoff-Verpackung für Spülmaschinen-Tabs mit 80 % r-PP-Anteil, die 2021 sogar mit dem WorldStar Award ausgezeichnet wurde.

Massebilanzverfahren nach ISCC PLUS:

Das Massebilanzverfahren ist ein Chain-of-Custody-Ansatz, der verwendet wird, um den Fluss alternativer Rohstoffe durch komplexe Wertschöpfungsketten nachzuverfolgen. Während des Produktionsprozesses werden zertifizierte Rohstoffe mit konventionellen Materialien vermischt, sodass Produkte entstehen, die physikalisch nicht von Produkten zu unterscheiden sind, die ausschließlich aus konventionellen Rohstoffen hergestellt wurden. Durch das Massebilanzsystem können Unternehmen die genaue Menge der eingesetzten alternativen Rohstoffe (z. B. erneuerbare Rohstoffe) dokumentieren und nachverfolgen und sicherstellen, dass die Menge der einem Produkt zugeordneten alternativen Rohstoffe der zu Beginn der Produktion beschafften Menge entspricht. Einer der größten Vorteile des Massebilanzverfahrens ist seine Flexibilität: Unternehmen können den Anteil alternativer Rohstoffe im Produktionsprozess schrittweise erhöhen, ohne die bestehende Infrastruktur ändern zu müssen.

Der ISCC PLUS-Standard unterstützt insbesondere den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie. Dieser freiwillige Zertifizierungsstandard bestätigt die Nachhaltigkeitsmerkmale alternativer Rohstoffe entlang der gesamten Lieferkette, von der Herkunft bis zum Endverbraucher.


*Zertifiziert durch das ISCC PLUS Massenbilanzverfahren

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