Ein gesamthafter Ansatz

Unsere Strategie

Die Anzahl der Menschen auf der Erde wächst rasant. Mit dem Bevölkerungswachstum steigen auch die Abfälle, die wir verursachen, und die Rohstoffmenge, die wir verbrauchen. Wir werden uns daher fragen müssen, wie wir weniger Müll produzieren und uns als Menschheit in Zukunft nachhaltiger verhalten können. Nachhaltigkeit bedeutet neue Wege zu gehen, um Abfälle zu recyceln, Produkte wiederzuverwenden, abbaubare Materialien zu entwickeln und dabei den Ressourceneinsatz zu minimieren.

Das Thema Nachhaltigkeit betrifft uns als Verpackungsspezialist in besonderem Maße. Daher nehmen wir das Thema sehr ernst. Wir fokussieren dabei fünf Bereiche: Produkte, Lieferkette, Umwelt & Ressourcen, Mitarbeiter sowie Kommunikation & gesellschaftliches Engagement.

Vom Werk- zum Wertstoff

Unser Statement

Wir begrüßen die im Januar 2018 von der Europäischen Kommission vorgelegte EU Kunststoffstrategie. Auch in unserer Geschäftsstrategie sind die Erhöhung der Recyclingfähigkeit der Produkte und der Einsatz von Recyclingmaterial verankert. Wir behalten dabei die gesamte Ökobilanz unserer Produkte im Auge und setzen auf Circular Economy, also eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.

Schon bei der Produktentwicklung steht der Leitsatz „Designed for Recyclability“ im Zentrum unserer Überlegungen. Wir entwickeln Lösungen, die den höchsten Recyclingstandards entsprechen. Auch der Einsatz von Rezyklaten ist bei der Produktentwicklung ein wichtiges Thema. Wir setzen dabei auf den verstärkten Einsatz von r-PET, r-PE und r-PP.

Wir sind der Überzeugung, dass dort, wo es sinnvoll ist und realistische Alternativen vorliegen, der Einsatz von Kunststoff reduziert werden sollte.

Bio-basierte Kunststoffe sind für uns im industriellen Ausmaß dabei keine Alternative. Sie sind momentan noch nicht kompostierbar und es gibt derzeit noch keine entsprechenden Sammel-, Sortier- oder Verwertungsströme. Außerdem sind wir gegen die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Gewinnung von Verpackungsmaterial.

Das vollständige Nachhaltigkeits-Statement von Greiner Packaging finden Sie hier als PDF zum Download.

Verantwortung übernehmen

Unsere Ziele

Im Rahmen des „New Plastics Economy Global Commitment“ der Ellen MacArthur Foundation haben wir uns zu folgenden Zielen bekannt:

  • Wir ergreifen Maßnahmen, um problematische oder unnötige Kunststoffverpackungen bis 2025 zu eliminieren.
  • 100% unserer Kunststoffverpackungen sollen bis 2025 zu 100% wiederverwendbar, wiederverwertbar oder kompostierbar sein.
  • Wir legen bis 2025 ein ambitioniertes Recyclingmaterialziel für Kunststoffverpackungen fest: Bis 2025 soll ein erheblicher Teil unseres Materialeinsatzes durch Recyclingmaterial abgedeckt werden.

Die freiwillige Verpflichtung, die in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen umgesetzt wird, zielt darauf ab, eine globale Antwort auf die drängendsten Fragen der Kunststoffproblematik zu finden. Kunststoffabfall soll damit bereits von Anfang an entgegengewirkt werden.

Die von uns definierten Ziele werden alle 18 bis 24 Monate überprüft. Damit wird sichergestellt, dass wir als Teil dieser Circular Economy-Bewegung auch in Zukunft federführend vorangehen.

Mehr über unsere Zusammenarbeit mit der Ellen MacArthur Foundation und das New Plastics Economy Global Commitment finden Sie hier.

Starke Partner für nachhaltiges Handeln

Unser Netzwerk

Wir sind stolzer Partner renommierter Organisationen, die sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Kunststoff einsetzen.

Plastics 4 Life
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Plastics 4 Life

Gemeinsam mit allen Divisionen der Greiner AG arbeiten wir an der Umsetzung unserer Plastics 4 Life-Strategie. Darin ist verankert, wie wir uns mit den gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen unseres Tuns auseinandersetzen. Nachhaltigkeit ist uns aber nicht erst seit der Einführung der Plastics 4 Life-Strategie wichtig. Sie ist seit jeher in der „Greiner DNA“ verankert.

Ellen MacArthur Foundation
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Ellen MacArthur Foundation

Bereits seit 2016 ist Greiner Packaging Teil der Ellen MacArthur Foundation. Im Mittelpunkt des Engagements steht dabei der Wandel von einem linearen Wirtschaftsmodell hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Unterschiedliche Projekte beschäftigen sich dabei mit Themen wie PC r-PO, PC r-PET oder Designmöglichkeiten, die eine Kreislaufwirtschaft antreiben.

New Plastics Economy Global Commitment
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New Plastics Economy Global Commitment

klimaaktiv pakt2020
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klimaaktiv pakt2020

Wir sind offizieller Partner des österreichischen klimmaaktiv pakt2020. Damit unterstützen wir Umweltschutz und CO2-Reduktion.

Linz Institute of Technology der Johannes Kepler Universität
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In Kooperation mit dem LIT (Linz Institute of Technology der Johannes Kepler Universität) und mehreren Industriepartnern wird in der LIT Factory an der Verfahrens- und Prozesstechnik und neuen Möglichkeiten für Recycling und den Einsatz von Rezyklaten geforscht. 

Fortschritt durch Innovation

Produktoptimierung

Die Optimierung unserer Produkte ist für uns essenziell. Bestes Beispiel dafür ist unser K3®-Becher. Die Karton-Kunststoff-Kombination besticht durch den verringerten Einsatz von Kunststoff, die Verwendung von Recyclingmaterial, die Recyclingfähigkeit, die optimalen Barriereeigenschaften und den hervorragenden CO2-Fußabdruck.

Mehr über die Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten unserer K3®-Produkte finden Sie hier.

Material

Wir treten für die Verwendung von recycelten Materialien ein. Sowohl im Food- als auch im Non-food-Bereich stehen Unternehmen unserer Branche dabei vor einigen besonderen Herausforderungen. Es gilt Kunden einen konstanten Materialfluss zu gewährleisten, gleichzeitig muss die Qualität stets allen Ansprüchen gerecht werden. Im Lebensmittelbereich müssen Rezyklate vor Verwendung erst von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigt werden. Derzeit dürfen r-PET und teilweise auch r-PE eingesetzt werden.

Projektbeispiele

Recyclingfähigkeit von K3®-Verpackungen

Aufgrund des neuen Verpackungsgesetzes in Deutschland wird die Recyclingfähigkeit von Kombinationsverpackungen momentan kritisch beurteilt. Endkonsumenten trennen die einzelnen Bestandteile manuell nicht, industrielle Recyclinganlangen ermöglichen keine maschinelle Trennung.

Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus, schneiden Karton-Kunststoff-Kombinationen allerdings ausgezeichnet ab: 50% weniger Kunststoffmaterial, bis zu 100% Recyclingkarton und ein um 24% besserer CO2-Fußabdruck (Vergleich reine Kunststoff-Verpackungen mit K3®-Produkt – direktbedruckt, tiefgezogen, 95 mm Durchmesser und 500 ml Füllvolumen).

Dank Zip ist ein K3®-Produkt ganz einfach in seine Einzelelemente zerteilbar. Unter Betrachtung des gesamten Lebenszyklus ist K3® somit ohne Zweifel die ökologisch beste Verpackung. Mehr über die Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten unserer K3®-Produkte finden Sie hier.

In Zusammenarbeit mit Herstellern von Sortieranlagen soll die Recyclingfähigkeit des Produkts besser erkennbar gemacht werden. Konsumenten sollen außerdem stärker auf die Trennung aufmerksam gemacht werden.

Für ausführliche Informationen rund um die Recyclingfähigkeit unserer K3®-Produkte können Sie hier weiterlesen.

Lesen Sie hier Antworten auf vielfach gestellte Fragen zum Verpackungsgesetz.

Kein anderer Werkstoff ist so vielseitig einsetzbar wie Kunststoff. Ob Joghurtbecher, Shampoo-Flasche oder Gartenmöbel – er begleitet jeden von uns im Alltag. Kunststoffe sind langlebig – und die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Mit dieser Entwicklung haben fachgerechte Entsorgung und das Recycling von Kunststoffen nicht Schritt gehalten. Allein in der Europäischen Union fallen jedes Jahr 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an, nicht einmal ein Drittel davon wird für das Recycling gesammelt. Auch in Deutschland werden noch zu wenige Kunststoffabfälle stofflich wiederverwertet. 

Mit dem neuen Verpackungsgesetz, das in Deutschland mit 1. Januar 2019 in Kraft tritt, wird das Ziel von recyclingfähigeren Verpackungen und höheren Recyclingquoten verfolgt. Kunststoffe sollen danach ab 2019 zu 58,5 Prozent stofflich verwertet werden, ab 2022 zu 63 Prozent. Das Verpackungsgesetz bringt zudem eine Reihe neuer Regelungen mit sich: Wer Verpackungen in Verkehr bringt, muss sich bei der neuen Zentralen Stelle Verpackungsregister (kurz Zentrale Stelle) registrieren und Verpackungsdaten melden. Dabei geht es unter anderem um das Volumen aller in Verkehr gebrachten Verpackungen, eingesetzte Materialarten sowie Angaben über die Systembeteiligung. Die Dualen Systeme sollen darüber hinaus Anreize setzen, Kunststoffverpackungen recyclingfähiger zu machen. Die Höhe der Beteiligungsentgelte soll daher nach „ökologischen“ Kriterien festgelegt werden. Das heißt: Ist eine Verpackung gut recyclingfähig oder besteht (teilweise) aus Rezyklaten, fällt das Beteiligungsentgelt künftig geringer aus. Um den Grad der Recyclingfähigkeit einheitlich bemessen zu können, legt die Zentrale Stelle zum 1. September 2019 einen Mindeststandard fest.

Da Inverkehrbringer bereits im Juli 2019 erstmals Verpackungsdaten an die Zentrale Stelle melden müssen, hat die Zentrale Stelle zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) eine Orientierungshilfe herausgegeben. Sie definiert Kriterien für ein recyclinggerechtes Design und beschreibt so einen Entwicklungsrahmen, wie die Bemessung von Recyclingfähigkeit im Rahmen des Verpackungsgesetzes künftig ausgestaltet werden kann. Die Orientierungshilfe ist derzeit noch vorläufig. Die zahlreichen offenen Fragen, die der Entwurf der Orientierungshilfe lässt, konnten Beteiligte zuletzt in einem Konsultationsverfahren ansprechen. Die Auswertung dieser Eingaben seitens Zentraler Stelle und UBA dauert noch an. Offen ist auch noch der Prozess, wie genau die Systeme Beteiligungsentgelte gestalten werden. 

Wir begrüßen ausdrücklich, dass im Verpackungsgesetz die „Umweltauswirkungen von Produkten über ihren gesamten Lebensweg“ berücksichtigt werden sollen. Nun ist aber Recyclingfähigkeit ein wichtiges, aber nicht das einzige Kriterium für umweltverträgliche, ökologische Verpackungslösungen. Die Beteiligungsentgelte künftig nur noch an der Recyclingfähigkeit zu bemessen, ist für uns zu kurz gedacht. Die Orientierungshilfe widerspricht damit der Zielsetzung des Verpackungsgesetzes, Umweltauswirkungen eines Produktes im gesamten Lebenszyklus zu berücksichtigen.

Das Problem zeigt sich etwa am Beispiel von Karton-Kunststoff-Kombinationen, die Greiner Packaging unter dem Namen K3© vertreibt: Der Innenbecher verbraucht bis zu 50 Prozent weniger Kunststoff und spart damit enorme Ressourcen. Der Kartonwickel kann je nach Bedarf zu 100 Prozent aus Recyclingkarton bestehen. Werden aber die Einzelkomponenten trotz Zipp-Öffnung vom Verbraucher nicht bestimmungsgemäß getrennt, wird der Becher in der Abfallsortierung von den Sensoren schwer erkannt. Nach dem Entwurf der Orientierungshilfe würde dies zu einer mittleren Recyclingfähigkeit führen – demgegenüber steht aber die gute Umweltbilanz der K3©-Lösung.

Greiner Packaging entwickelt aktuell die K3©-Lösungen weiter: Mit einfacher und gut erkennbarer Kennzeichnung für die Verbraucher, die sie auffordert, den Becher nach Gebrauch zu zerlegen. Diese Lösung ist in Großbritannien bereits mit dem On-Pack Recycling-Label als „gut recyclingfähig“ bewertet. Außerdem prüfen wir aktuell andere Designlösungen für die Karton-Kunststoff-Kombinationen, die die Wahrnehmbarkeit beim Konsumenten zur getrennten Entsorgung verbessert. Zusätzlich arbeiten wir aktiv mit den Herstellern von Sortieranlagen zusammen, um die Recyclingfähigkeit des K3©-Bechers besser erkennbar zu machen.

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Kurz und bündig

FAQs

Der Begriff der Nachhaltigkeit umfasst im Kern drei Dimensionen: Die Ökologie (Umwelt), das Ökonomische (Wirtschaft) und das Soziale (Gesellschaft). Diese drei Dimensionen in Einklang zu bringen, macht nachhaltiges Verhalten aus. Ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen dürfen voneinander nicht getrennt oder gegeneinander ausgespielt werden. Es wird keinen dauerhaften wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt ohne eine intakte Umwelt geben. Gleichzeitig wird keine intakte Umwelt ohne wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand möglich sein. Der Leitgedanke nachhaltiger Entwicklung lautet daher: Auf lange Sicht darf die Weltgemeinschaft nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben.

Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung. Die Wurzeln des Konzepts zu Nachhaltigkeit reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. „Schlage nur so viel Holz, wie nachwachsen kann.“

Mit diesen Worten formulierte bereits der Oberberghauptmann Hans-Karl von Carlowitz erstmals im Jahr 1713 in Deutschland das Prinzip der Nachhaltigkeit. Es gibt weltweit ein gemeinsames Verständnis, dass nur nachhaltiges Verhalten die langfristige Überlebensfähigkeit sichert.

Circular Economy heißt so viel wie nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Sie bildet das Pendant zur Linearwirtschaft, auch „Wegwerfwirtschaft“ genannt. Richtiges Recycling und die Herstellung von Sekundär-Rohstoffen sind die Basis einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Ressourcen werden geschont, Abfälle und Emissionen minimiert. Vorbild für die Circular Economy ist dabei die Natur, in der alle Stoffe automatisch einen Kreislauf durchlaufen. Der Abfall der einen Art, ist die Nahrung der anderen; Pflanzen und Tiere wachsen und sterben wieder, die Nährstoffe fließen zurück in den Boden. Sonne und Regen liefern Energie. In einem linearen System gehen die Rohstoffe nach der Verwendung allerdings verloren. Aus diesem Grund setzen wir uns stark für die globale Umsetzung des Circular Economy-Gedanken ein.

Das Thema ist von essentieller Bedeutung: Die Forschung schätzt, dass seit den frühen 1950er Jahren mehr als 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert wurden – rund 60 % davon befinden sich in Deponien oder der Umwelt. 8 Millionen Tonnen Kunststoff landen jedes Jahr im Meer. Kunststoffverpackungen sind nicht alleinig für die weltweite Umweltverschmutzung verantwortlich zu machen – doch sie sind ein Hauptanwendungsgebiet für Kunststoff, rund ein Drittel des weltweiten Kunststoffes geht direkt in Verpackungslösungen. Uns ist es deshalb wichtig, Kunststoff so lang wie möglich als Wertstoff im Wirtschaftskreislauf und aus der Natur fern zu halten.

Kunststoff ist besser als sein Ruf. Kunststoff eröffnet zahlreiche Möglichkeiten: Er kann vielfältig in allen Lebensbereichen eingesetzt und verarbeitet werden.

Einige Beispiele: Die Verwendung von Kunststoffverpackungen reduziert eine durchschnittliche LKW-Ladung um 800 Kilogramm. Die Gewichtsreduktion beim Einsatz in Autos oder auch Flugzeugen hilft somit, Treibstoff zu sparen. Verpackungen verlängern auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln und können somit helfen, Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Betrachtet man die Ökobilanz verschiedener Werkstoffe, so ist jene von Kunststoff weitaus positiver als beispielsweise jene von Glas oder Aluminium. Vorausgesetzt das Material landet nach seiner Verwendung nicht in der Natur, sondern im Abfalleimer und wird ordentlich entsorgt. Kunststoff ist also viel besser als sein Ruf! Das Problem ist nicht der Werkstoff Kunststoff, sondern der achtlose Umgang mit dem Werkstoff. In vielen Ländern fehlen Abfallsysteme. Dort wird der Müll nicht abgeholt und professionell entsorgt. Stattdessen landet er auf der Straße, in der Natur und häufig auch in Flüssen und Meeren.