Zurück | 10.09.2014

Weltpremiere für inert barrier technology

Haltbarkeitsverlängernde Technologie erstmals bei Kunststoffbechern

„Mit Hilfe der inert barrier technology erhöhen wir die Schutzfunktion von Becherverpackungen und steigern damit die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Unsere Beschichtungstechnologie ist zugleich nachhaltig und produktschonend“, freut sich Kenneth Boldog, Head of Division K bei Greiner Packaging International. Funktionelle Barrieren verhindern bei Flaschen und flexiblen Folien seit Jahren die Migration zwischen Verpackung und Füllgut. Greiner Packaging legt dieses bewährte Prinzip nun auf Becherverpackungen um.

Kremsmünster, 10. September 2014. – Verschiedene Techniken können dazu beitragen, die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Im Molkereibereich sind beispielsweise ultrahohes Erhitzen und die Zugabe von Konservierungsstoffen gängige Varianten. Konsumenten stehen beiden Methoden zunehmend skeptisch gegenüber. Gleichzeitig fordern sie jedoch eine lange Haltbarkeitsdauer, um die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen. Mit der inert barrier technology hat Greiner Packaging eine Antwort auf diesen Bedürfnisspagat gefunden.

Hauchdünne Schicht aus Siliziumoxid
Die Technologie nutzt die exzellenten Eigenschaften der chemischen Verbindung Siliziumoxid. Eine extrem dünne Schicht aus diesem Material wird auf der Innenseite von Kunststoffbechern aufgebracht. Die technische Umsetzung erfolgt in Form eines Plasmaabscheideverfahrens. Kunststoffbecher kommen in eine Kammer, in der ein Vakuum erzeugt wird. In dieser Kammer erzeugt eine Elektrode in Verbindung mit eingeleitetem Sauerstoff und siliziumhaltigem Gas ein Plasma. Dadurch ergibt sich eine Beschichtung auf den Bechern. Die Barriereschicht und der Kunststoff gehen eine sogenannte „kovalente Bindung“ ein.

Exzellente Eigenschaften
Die Siliziumoxid-Schicht ist chemisch inert und sorgt für stark reduzierte Sauerstoff- und Wasserdampfdurchlässigkeit. Im Vergleich zu unbeschichteten Kunststoffbechern aus PP steigt die Sauerstoffbarriere um den Faktor 20. Gegenüber Verpackungen aus PS erhöht sie sich sogar um den Faktor 30. Die inert barrier technology sorgt für optimalen Aromaschutz und erhält Geruch und Geschmack des Füllgutes. Gegenüber Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagiert sie unempfindlich und ist zudem flexibel, pasteurisations- und sterilisationstauglich. Die inert barrier technology verhindert einen sogenannten Retort Shock (Abfall der Barrierewirkung). Dadurch ermöglicht sie eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen.

Nachhaltig und recyclingfähig
Die mittels inert barrier technology aufgebrachte Siliziumoxid-Schicht ist rund 500 Mal dünner als ein menschliches Haar. Sie wiegt so gut wie nichts und hat daher keinen Einfluss auf das Verpackungsgewicht – ein bedeutender Faktor in Hinblick auf Logistik und CO2-Ausstoß. Auch in den Bereichen Entsorgung und Recycling macht die inert barrier technology eine gute Figur. Beschichtete Verpackungen werden als Monomaterial deklariert und können bedenkenlos eingemahlen werden. Das Mahlgut kommt bei der Produktion neuer Kunststoffbecher wieder zum Einsatz.

Corporate Data
Greiner Packaging International zählt zu den führenden Unternehmen in der europäischen Verpackungsindustrie. Das Unternehmen erzielte 2013 einen Jahresumsatz von 513 Millionen Euro (inklusive Joint Ventures). Das ist mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes der Greiner Gruppe. Greiner Packaging International beschäftigt 3.426 Mitarbeiter an 34 Standorten.