Zurück | 04.04.2017

Trend: Nachhaltigkeit

Zwar wurde der Begriff der Nachhaltigkeit bereits im 18. Jahrhundert geprägt – so hielt der sächsische Berghauptmann, Hans-Carl von Carlowitz in seinem Buch über die Ökonomie der Waldkultur fest: "Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann". Bis vor einigen Jahrzehnten jedoch, hätte wohl nur eine geringe Gruppe an Aktivisten etwas Konkretes mit dem Wort Nachhaltigkeit verbunden. Heute ist das anders. Nachhaltigkeit ist in aller Munde und vor allem Unternehmen versuchen immer mehr ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig zu handeln. Nicht zuletzt weil Konsumenten es einfordern. Die Verwendung von Kunststoff gerät dabei immer wieder besonders ins Sperrfeuer der Kritik. Dennoch ist der Beitrag, der für eine bessere Umweltbilanz bereits geleistet wird beachtlich, wenn auch oft unbeachtet.

So sind Kunststoffverpackung im Gegensatz zu Verpackungsalternativen besonders leicht und können dadurch beim Transport ein großes Einsparungspotenzial von CO2 Emissionen realisieren. Auch haben sich Ansätze um den Kunststoffanteil zu reduzieren bereits weitgehend durchgesetzt – wie etwa die Kombination aus Karton und Kunststoff – bei Greiner Packaging als K3® bezeichnet. Der Kartonwickel rund um den Kunststoffbecher wird – wo möglich – aus Recyclingkarton hergestellt. Nicht zuletzt tragen Barriereverpackungen dazu bei Lebensmittelverschwendung einzudämmen, indem sie die Haltbarkeit von Lebensmitteln erhöhen.

Dennoch: es warten große Herausforderungen, die weder ein einzelnes Unternehmen, noch eine einzelne Branche lösen kann. Das Ziel muss sein, Kunststoff länger im Kreislauf zu halten, Stichwort Recycling. Hier ist einerseits Sensibilität hinsichtlich der richtigen Entsorgung gefragt. Organisierte Mülltrennung etwa ist in vielen Ländern der Welt noch lange kein Thema. Aber selbst in Europa, wo Abfallsortiersysteme lange etabliert sind, ist es noch schwer Kunststoffe der Wiederverwertung zuzuführen. Vor allem wenn es um Verpackungen für den Lebensmittelbereich geht. Denn für deren Produktion müssten 100% reine Recyclingmaterialien verwendet werden, schon eine Shampoo-Verpackung, die gemeinsam mit Lebensmittelverpackungen entsorgt wird, macht die Aufbereitung der Reststoffe äußerst komplex und schwierig. Darüber hinaus ist noch nicht klar wie viel Prozent Recyclingmaterial gewisse Produkte vertragen, wie Maschinen auf die neuen Grundstoffe reagieren oder wie sie die Eigenschaften von Verpackungen genau beeinflussen. Nur intensive Forschung und Langzeitstudien können hier Licht ins Dunkel bringen. Als Mitglied der Ellen MacArthur Foundation stellt sich Greiner Packaging gemeinsam mit anderen Unternehmen dieser Herausforderung. Ebenso forschen wir aktiv zu Biokunststoffen. Denn auch hier ist noch unklar was die Materialien für den Prozess und die Anlagen bedeuten. Zusätzlich sind viele Biokunststoffe in ihrer Verarbeitung sehr empfindlich und lassen sich deshalb nicht für alle Anwendungen einsetzen.

Es wird deutlich: jeder einzelne Mensch, jedes Unternehmen, jeder Staat ist gefragt wenn es darum geht einen Beitrag zum ökologischen Fußabdruck zu leisten. Heute für morgen und übermorgen.